Altersvorsorge – Wie sorge ich für die Zeit der Rente vor?

Familie und Beruf zu vereinbaren, ist nicht immer ganz einfach, aber der Aufwand lohnt sich – auch mit Blick auf Ihr Einkommen im Alter. Wie sich die Renten entwickeln, ist nach heutigem Stand nicht planbar. Aber nur wer in die Rentenkassen einzahlt, erwirbt Rentenansprüche und erhält auch später daraus Rentenzahlungen. Bei sozial-versicherungspflichtigen Beschäftigungen wird in die gesetzliche Rentenversicherung oder berufsständischen Versorgungswerke eingezahlt. Zwei weitere Säulen der Absicherung sind die betriebliche sowie private Vorsorge für das Alter

Deshalb sollten Erziehende oder pflegende Angehörige ihre finanzielle Eigenständigkeit immer im Blick behalten – auch im Hinblick auf die Rente.

Frau und Kind mit Migrationshintergrund sitzen am Laptop

Gut zu wissen:

Die Höhe der gesetzlichen Rente hängt von den Entgeltpunkten ab, die im Berufsleben gesammelt werden.

Verdienen Sie so viel wie der Durchschnittsverdienst (2026 z. B. 51.944 Euro brutto), dann erhalten Sie einen Rentenpunkt. Wer mehr verdient, erhält mehr Punkte. Wer weniger verdient, erhält anteilig weniger. Rentenansprüche bei unterschiedlichem Arbeitsumfang:

Konkret heißt das bei 40 Jahren Vollzeit-Arbeit und dem aktuellen Rentenwert von 42,52 Euro:

  • Eine Reinigungskraft mit 27.200 Euro Jahresgehalt sammelt rund 0,52 Entgeltpunkte pro Jahr und käme auf etwa 891 Euro Bruttorente im Monat.
  • Eine Pflegefachkraft mit 46.800 Euro Jahresgehalt sammelt rund 0,90 Entgeltpunkte pro Jahr und käme auf etwa 1.532 Euro Bruttorente.
  • Zum Vergleich: Die Standardrente nach 45 Beitragsjahren mit Durchschnittsverdienst liegt 2026 bei 1.913,40 Euro brutto im Monat
 

Auf der Lohn-O-Mat – Lebenskarte können Sie berechnen, wie sich Ihr Wiedereinstieg auf Ihre Rente auswirkt: 

Erwerbseinkommensrechner Lohn-O-Mat (ehemals Wiedereinstiegsrechner): – Einkommen und Rentenansprüche berechnen

Private Vorsorge lohnt sich mit kleinen Beiträgen und so früh wie möglich

Wenn Sie die Rückkehr ins Berufsleben geschafft haben, zahlen manche Arbeitgeber auch in die betriebliche Altersvorsorge ein, z. B. Pensionskassen, Direktversicherungen, Zusatzversorgungskassen etc.!

Informieren Sie sich!

Zusätzlich sollte eine private Vorsorge immer eine Säule der Alterssicherung sein. Kleine Beiträge im Rahmen z. B. der Vermögenswirksamen Leistungen (staatliche Förderung bei geringem Einkommen) helfen bei der Bildung von Rücklagen. Regelmäßige Zahlungen über einen längeren Zeitraum ergeben einen Puffer, der die Lücke bei der gesetzlichen Rente mildern kann. 

Lassen Sie sich beraten!

So bieten z. B. die Verbraucherzentralen im Kreis Mettmann und in Düsseldorf kostenfreie Informationsveranstaltungen und kostenpflichtige Beratungen an. 

Tipp

Klären Sie Ihre Rentenansprüche nicht erst beim Renteneintritt, sondern regelmäßig. Fehlende Nachweise für Beschäftigungszeiten können dann noch eher besorgt werden als Jahrzehnte später. 

Auch die Berücksichtigung der Kindererziehungszeiten ist kein Automatismus. Für jedes Kind muss ein Antrag gestellt werden.

Lassen Sie sich beraten

Verschiedene Anlaufstellen helfen Ihnen dabei.

Mehr zum Thema

 

  • Verbraucherzentrale NRW: Altersvorsorge
  • Deutsche Rentenversicherung: Rentenrechne
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